Habe mich ertappt. Neulich. Beim Jubeln. Also so richtig. Mit Aufspringen, Faust-in-die-Luft-strecken und Schiedsrichter verunglimpfen. Nicht beim Deutschland-Spiel. Nein, da war ich ruhig. USA gegen Slowenien – das hat mich aus dem Takt gebracht. Ich gestehe: Mein Name ist Jenson – und ich habe eine Zweit-Nation. Studium in den USA, US-Sport-Freak, Ami-Schlitten- Aficionado und die Kollegen fragen: wann wanderst Du eigentlich endlich aus?
Mit der Betonung auf: endlich.
Kein Wunder also, dass man mich als Redaktuer bei SPOX dazu auserkoren hat, darüber zu bloggen, wie die WM denn so in den USA ankommt. Kommt mir: gelegen. Sehr. Kann ich mal wieder mit meinem ehemaligen Mitbewohner fachsimpeln. Tom. Ein typischer Amerikaner. Also fast. Hätte er damals nicht die Playstation rausgeholt. FIFA 06. Bundesliga. Er: Bayern. Ich: Köln. Mitten in Wisconsin. Mitten in der NFL-Saison. Stark.
Und der gute Tom ist begeistert. Nicht nur davon, dass er mich damals abgezogen hat. Das auch. Aber ich meine die WM. So wie eine erstaunliche Anzahl der Amerikaner. Denn Soccer ist schon lange kein Sport für kleine Mädchen mehr. Sagt das „TIME Magazine“ in seiner – Achtung! – WM-Doppel-Sonderausgabe. Bis mein Blog fertig ist: hier der Artikel >>





